Keine Angst vor Malaria - gewußt wie

Übeltäter ist die Anopheles-Mücke mit ihren fünfzig Artverwandten. Sie alle können Träger von Plasmodien sein, die schwere Organschäden verursachen können. Manchmal führt die Erkrankung sogar zum Tod. Dafür genügt ein einziger Mückenstich. Die heimtückische Krankheit wird Malaria genannt und äußert sich erst einmal wie die Symptome einer schweren Grippe: Fieber, Durchfall, Kopf- und Gliederschmerzen. Dank der Kampagne "Roll back Malaria" haben sich die Behandlungsmöglichkeiten und Medikamtenversorgung in den letzten Jahren in allen afrikanischen Ländern exponentiell verbessert. Trotz allem bleibt ein Restrisiko. Sollte man also besser zu Hause bleiben? Djennè, die Stadt aus Lehm, und den tiefblauen Malawi-See nur im Fernsehen anschauen?

Wo die Mücke sich wohl fühlt - klassische Malariagebiete

Dazu sollte man einige Fakten kennen. Malariagebiete sind vor allem die tropischen und subtropischen Regionen der Erde. Afrika ist also südlich der Sahara bis ungefähr zur Nordgrenze von Namibia und Botswana betroffen. Nach der Regenzeit vermehren sich die Anopheles-Mücken in flachen, stehenden Gewässern. In den feuchten Sommermonaten der Südhalbkugel zwischen Oktober und Mai steigt das Erkrankungsrisiko allgemein und insbesondere in den Tiefebenen. Für Südafrika sind die Malariagebiete: Krüger-Nationalpark, Nordost-Küste und Northern Province. Malariafrei sind nur die Großstädte und die westliche Küste bis zur Südspitze. Da die Mücken in großen Höhen nicht überleben können, besteht kein Risiko in Bergregionen über 1800 Meter. In Regionen darunter gibt es auch in Tansania ein ganzjährig hohes Risiko. Botswana hat ein Savannen- und Wüstenklima. Die Regenzeit dauert von Oktober bis März, entsprechend ist hier das Erkrankungsrisiko höher.

Mit Malariaprophylaxe Afrika genießen

Besonders aktiv sind die Insekten während der Dämmerungsstunden und nachts. Die Gefahr, gestochen zu werden sinkt bis zu 90%, wenn man Malariaprophylaxe richtig betreibt: Klassische Moskitonetze über dem Bett, zusätzlich mit Insektenschutzmitteln behandeln, Hautschutz auftragen, Kleidung imprägnieren und langärmelige Hemden tragen, Gitternetze vor Türen und Fenstern anbringen und sich in klimatisierten Räumen aufhalten. Für alle o.g. afrikanischen Länder wird eine Malaria-Prophylaxe empfohlen, die man zu Hause mit dem Hausarzt abspricht. Die Malaria-Prophylaxe besteht aus einer individuellen Kombination aus verschiedenen Mitteln. Die Nebenwirkungen sind stark, der Nutzen noch stärker. Gegenüber gewissen Komponenten haben einzelne Arten Resistenzen entwickelt. Deshalb sollte man unbedingt bei Krankheitssymptomen, speziell bei Fieber und auch wenn die Reise schon länger zurück liegt, einen Arzt konsultieren. Der Nachweis der Erreger im Blut ist einfach. Erfolgt die Behandlung innerhalb von 24 Stunden, ist eine vollständige Ausheilung möglich.

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Zusammenfassung

Übeltäter ist die Anopheles-Mücke mit ihren fünfzig Artverwandten. Sie alle können Träger von Plasmodien sein, die schwere Organschäden verursachen können. Manchmal führt die Erkrankung sogar zum Tod. Dafür genügt ein einziger Mückenstich. Die heimtückische Krankheit wird Malaria genannt und äußert...

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